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Naturkosmetik. Naturseifen. Bewusster Konsum. Kleine grüne Monster und was sonst noch dazwischen kommt.

Schonmal was von Sopot gehört? Danzig? Nein? Dann wird es höchste Zeit!

2 Kommentare

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Mole von Sopot

Ans Meer wollten wir, mein Freund und ich. Vor Ostern sollte es sein, nur für ein paar Tage. Aber nicht unbedingt fliegen, da hatte ich keine Lust drauf. Vielleicht mal wieder nach Osteuropa. Polen, da waren wir noch nicht. Moment mal, von Danzig hatte ich schon mal gehört, liegt das nicht an der Ostsee? Check! Und direkt daneben so ein Urlaubsort, Sopot… Ok. Ich buch‘ dann mal die Fahrkarten…

Nach gut 8 1/2 Stunden Fahrt in diversen Zügen der deutschen und polnischen Bahn erreichten wir an einem Samstag-Nachmittag ein verregnetes, graues Sopot. Der Bahnhof eine Baustelle, einer Schönheitskur unterworfen für die Sommerzeit, in der die Menschen in Scharen ins Klein-Monaco Polens strömen. Nun, an diesem Märztag zerrte der Wind an uns, Nieselregen klatschte in die Gesichter und meine Hände mit der Wegbeschreibung zum Hotel verwandelten sich langsam in fiese Eiszapfen. Neben uns rauschte das Meer unerbittlich. Den Rest des Tages ließen wir die Ostsee Meer sein und wärmten uns in der hoteleigenen Sauna auf.

Auf den tristen Samstag folgte ein perfekter Sonntag. Wir liefen am Strand zur Mole von Sopot, der längsten Seebrücke Europas. Hier war ordentlich was los. Menschen sammelten sich am Strand, ein Motorschirmflieger surrte über die Mole und machte Kunststückchen, einige Tierfreunde rannten jubelnd und Fahnen schwenkend in das eiskalte Wasser, um auf eine Tierschutzaktion aufmerksam zu machen. Mein Freund und ich schlenderten über die Mole, genossen die Sonne und liefen barfuß im weißen, sauberen Sand.

Der Tag darauf begann ernüchternd. Triefnase, Nackenschmerzen und Erschöpfung hatten sich bei mir eingenistet. Die wollten halt auch mal Urlaub machen. Ich war so müde, dass ich nach dem Frühstück direkt wieder ins Bett gekrochen und eingeschlafen bin. So verschlief ich den Vormittag, während mein Freund mit Blick aufs Meer dem Ende seines Buches gefährlich nahe kam. Am Mittag war ich wieder halbwegs hergestellt, doch alles ging eeeetwaaaas laaangsamer.. So verbrachten wir auch diesen Tag mit einem Spaziergang am Strand, Möwen fotografierend und vor gefährlich nahe kommenden Wellen flüchtend. In der unglaublich charmant eingerichteten Fischerhütte Piaskownica am Strand haben wir dann umgeben von bunten Schnickschnack, Blumen und einem umfunktionierten Klavier unser erstes echtes polnisches Essen und Fisch gegessen (Achtung, polnische Speisekarte… doch mit ein wenig Kreativität abwandelbar. Die Bedienung hilft beim Übersetzen). Es war unglaublich lecker, wenn auch die Bedienung mit dem Begriff ‚Service‘ nicht allzuviel anfangen konnte. Danach gings wieder zurück ins Zentrum von Sopot, auf die belebte Hauptstraße und Fußgängerzone Monte Cassino und in die umliegenden Straßen. Nach unserem Streifzug führte uns der Weg an der Uferpromenade zurück zum Hotel.

Oh, du schönes Sopot! Impressionen. (Bitte klicken für Galerieansicht)

Am Dienstag war ich wieder einigermaßen fit, und endlich endlich konnten wir nach Danzig fahren. Mit der SKM, die die Dreistadt Danzig – Sopot – Gdynia verbindet, sind wir in ca. 20 Minuten am Danziger Hauptbahnhof angekommen, für umgerechnet nicht einmal 1€ pro Person. Danzig bietet alles, was eine Hafenstadt so braucht. Herrschaftliche und reich verzierte Handelshäuser, Piratenschiffe und überdimensionierte Speisekarten in guten Restaurants. Dazu Bernstein en masse. Ich gebe zu, gerade auf den viel angepriesenen Bernsteinschmuck habe ich mich gefreut, bildet Danzig doch angeblich das Zentrum der Bernsteinkunst. Für mich war das Angebot dann eher enttäuschend. Zwischen dem üblichen Bernsteindesigns habe ich nur wenige wirkliche Kunststücke gesehen. Dafür gab es viele Second-Hand Shops, darunter die kleine Lolay Vintage Boutique. Beim Anblick der Kleider musste ich verzückt seufzen, gepasst hat dann leider keines. Seufz.

Impressionen von Danzig. Eine Bildergalerie. (Bitte klicken für Galerieansicht)

Am Mittwoch, unserem letzten Urlaubstag in Polen, hatte es mich dann wieder erwischt. Unseren letzten Tag verbrachte ich wieder zur Hälfte im Bett und das Wetter war auch eher mäßig. Den Nachmittag verbrachten wir wieder in Sopot, kosteten das Solewasser im Café der Touristeninformation, kostenlos, aber nicht wirklich schmackhaft. Anschließend verwöhnten wir im Wedel unsere Geschmacksknospen mit köstlicher dickflüssiger Trinkschokolade. Tja, so plätscherte unser letzter Tag dahin.

Ein absolut entspannter, ruhiger Urlaub, mit viel Meeresluft und gutem Essen, doch leider nicht so aktiv, wie geplant. Wie gern hätten wir Danzig noch weiter erkundet und eine Radtour auf den gut ausgebauten Radwegen entlang der polnischen Ostseeküste gemacht. Oder wären nach Gdynia gefahren, die dritte Schwester der Dreistadt, oder ins nahe gelegene Marienburg. Da bleibt wohl nur eins – ein Wiedersehen mit Polen. Nur die Erkältung bleibt das nächste Mal zu Haus.

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2 Kommentare zu “Schonmal was von Sopot gehört? Danzig? Nein? Dann wird es höchste Zeit!

  1. Och wie schade, dass du gerade im Urlaub krank geworden bist. Aber es scheint ja zum Glück trotzdem sehr schön gewesen zu sein :-).
    Die Bilder machen mir gerade Lust auf auch ein paar Tage Urlaub ….
    LG
    Isabell

    Gefällt 1 Person

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